Dr. med. Cherin Kistner PLASTISCHE & ÄSTHETISCHE CHIRURGIE Am Gräslein 12, 90402 Nürnberg Tel. (0911) 21 444 55 Fax (0911) 21 444 42 www.plastischechirurgie-kistner.de info@plastischechirurgie-kistner.de

Ordentliches Mitglied in der Vereinigung der deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC)

Liposuction

An Übergewicht oder ungünstig verteilten Fettpolstern leiden viele Menschen. Dies mit Kleidung zu kaschieren und mit einem gesunden Selbstbewusstsein zu ertragen, gelingt nicht Jedem. Nach unzähligen Diätversuchen und Fitnessprogrammen kommt schließlich der Gedanke, die überzähligen Pfunde „wegoperieren“ zu lassen.

Die Fettabsaugung, auch Liposuction genannt, ist in Deutschland der am häufigsten durchgeführte ästhetisch-plastische Eingriff. Am häufigsten wird sie im Bereich der Oberschenkel, der Hüften und des Bauches durchgeführt, aber auch im Bereich des Halses, der Oberarme, der Brust, Knie und Waden zeigt sie die entsprechende Wirkung.

Cellulite an den Oberschenkeln lässt sich allerdings nur bedingt durch Liposuction behandeln und stellt nicht die Therapie erster Wahl für ein derartiges Problem dar.

Operationstechniken

Die unterschiedlichsten Techniken sind seit Mitte der 70er Jahre in Einsatz. Neben der Verwendung stumpfer, teils recht dünner und vibrierender Kanülen hat sich die so genannte Tumeszenztechnik durchgesetzt: Vor der Liposuction wird durch kleine Hautschnitte zunächst eine Flüssigkeit in das abzusaugende Fettgewebe mit Druck über dünne Kanülen eingebracht. Diese besteht aus einer Kochsalzlösung mit lokal betäubenden und blutstillenden Inhaltsstoffen. Nach einer Einwirkzeit von ca. 20- 30 Minuten wird dann mit der Fettabsaugung begonnen. Die Konturen können fein modelliert werden.

Eine Absaugung mittels vibrierender Kanülen, welche das Fettgewebe mechanisch aus dem Zellverband lösen,

setzt sich in Deutschland zunehmend durch. Nähere Informationen hierzu finden Sie auch unter www.tapmed.de.

Die Liposuction wird durch den darauf folgenden und erforderlichen Prozess der Hautschrumpfung begrenzt. Eine Volumenminderung mittels Absaugung nützt wenig, wenn anschließend die Haut faltig nach unten hängt. In einem solchen Falle sollte gleichzeitig oder besser in einer späteren Operation der darüber befindliche Hautmantel gestrafft werden.

Abgesaugtes Fettgewebe wird sich niemals wieder neu bilden. Allerdings können sich verbliebene Fettzellen bei erneuter hochkalorischer Nahrungszufuhr, d. h. bei unveränderter Ernährungsweise, vergrößern und denselben Effekt wie vor der Operation verursachen. Jede Fettzelle abzusaugen ist unmöglich, da ein Teil des Fettgewebes als Verschiebeschicht zwischen Oberhaut und Muskulatur dient.

Risiken

Wie bei jeder anderen Operation auch, gilt es, die potenziellen Risiken zu klären. Eine Liposuction kann folgende Komplikationen hervorrufen:

- Dellenbildung

- Asymmetrie

- Nachblutung

- Wundinfektion
- Verdickte Narben

- Beinvenenthrombose

- postoperative Schmerzen

Verhalten nach der Operation

Unmittelbar nach der Operation und für rund zwei Wochen kann es zu Blutergüssen im abgesaugten Bereich kommen. Es empfiehlt sich eine regelmäßige Vor- und Nachbehandlung mit speziellen Cremes, um die Geschmeidigkeit der Haut zu verbessern.

Kompressionskleidung sollte insgesamt für sechs Wochen und möglichst kontinuierlich getragen werden, um der Schwellneigung des operierten Areals entgegenzuwirken.

Ein endgültiges Ergebnis ist erst nach vollständig rückläufiger Schwellung nach etwa nach vier bis sechs Monaten

zu erwarten.