Dr. med. Cherin Kistner PLASTISCHE & ÄSTHETISCHE CHIRURGIE Am Gräslein 12, 90402 Nürnberg Tel. (0911) 21 444 55 Fax (0911) 21 444 42 www.plastischechirurgie-kistner.de info@plastischechirurgie-kistner.de

Ordentliches Mitglied in der Vereinigung der deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC)

Hyperhidrose

Eine dauerhafte vermehrte Schweissneigung im Achselbereich in jeder Jahreszeit und oft zu manch ungewünschtem Zeitpunkt kann die Lebensqualität deutlich beeinflussen. Viele Patienten haben nach dem un- oder nur teilweise wirksamen benutzen von verschiedensten Salben und Cremes eine Aussicht nach Heilung aufgegeben.

Auch eine Therapieoption mittels chirurgischer Massnahmen mittels sogenannter „offener Küretage“ klang aufgrund einer möglichen starken Narben- und Dellenbildung und grösseren postoperativen Schmerzen nicht ansprechend. Seit wenigen Jahren besteht nun die Möglichkeit, die Schweissdrüsen ohne grossen Aufwand und vor allem Hinterlassen grösserer Narben und ohne Vollnarkose während einer ambulanten Behandlung regelrecht „abzusaugen“.

Operationstechnik

Zunächst wird jeweils das schwitzende Areal mittels eines Jod- Stärke- Testes markiert.

Das operative Vorgehen, die sogenannte Suktions-kürettage, erfolgt ähnlich dem einer „Fettabsaugung“. Abge

saugt wird allerdings das nicht unter der Haut befindliche Fettgwebe, sondern die in der untersten Hautschicht befindlichen Schweissdrüsen.

Verwendet wird zunächst eine sogenannte Tumeszenz-lösung, bestehend aus einer Kochsalzlösung, blutstillenden und betäubenden Medikamenten, welche mit dünnen Kanülen, ähnlich wie bei einer Blutentnahme, in die Haut

infiltriert wird. Zu Einen bewirkt dies den lokal betäubenden Effekt, zum Anderen kann damit die Oberhaut von der

Unterhaut „abgehoben“ werden. Nach einer Einwirkzeit von ca. 30 min wird dann pro Achselhöhle über 2-3 Miniinzisionen die Suktionskanüle vorsichtig eingeführt und dann systematisch Zentimeter für Zentimeter die Rückseite der Oberhaut bearbeitet.

Es erfolgt nach Beendigung des Procederes die Anlage eines kleinen Kompressionsverband bis zum nächsten Tag.

Risiken

Ein grosses Risiko, diesen Eingriff vornehmen zu lassen. In seltenen Fällen können

-
Wundinfektion
-
Wundheilungsstörung

-Bluterguss, Nachblutung

-verdickte Narben auftreten.

Auch kann ein Wiederholungseingriff (unter 10%) erforderlich werden.

Verhalten nach der Operation

Es bestehen in den ersten 2-3 Tagen in der Regel leichte Bewegungsschmerzen, vor allem beim Heben der Arme. Die Haut sollte in den folgenden Wochen regelmässig massiert werden, um mögliche Verklebungen der Haut mit

dem darunter befindlichen Gewebe im Sinne von leichter Dellenbildung oder Einziehungen zu lösen.