Dr. med. Cherin Kistner PLASTISCHE & ÄSTHETISCHE CHIRURGIE Am Gräslein 12, 90402 Nürnberg Tel. (0911) 21 444 55 Fax (0911) 21 444 42 www.plastischechirurgie-kistner.de info@plastischechirurgie-kistner.de

Ordentliches Mitglied in der Vereinigung der deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC)

Gynäkomastie

Einige Männer leiden bereits seit der Pubertät unter einem für sie unschönen, mehr oder weniger deutlichen Brustansatz oder nach starker Gewichtsabnahme unter einer hängenden Brust. Psychische Beeinträchtigungen sind oft beträchtlich. Vor einer operativen Korrektur ist zunächst der Hormonstatus zu bestimmen. Es hat primär wenig Sinn, einzig und allein das Drüsengewebe aus der Brust zu entfernen, wenn sich die Brust aufgrund einer pathologischen hormonellen Situation anschließend wieder verändert. Darüber hinaus sind tastbare, sich vergrößernde Knoten, Hautveränderungen oder Schmerzen im Bereich der männlichen Brust unverzüglich zu behandeln. Auch ein Mann kann an Brustkrebs erkranken!

Operationstechniken

Das operative Vorgehen ist jeweils abhängig von der Ausprägung der Gynäkomastie.
Ist zuviel Drüsen- oder Fettgewebe vorhanden, ohne dass der Hautmantel wesentlich überschüssig ist und nach
unten hängt, sind zwei verschiedene Methoden möglich:

Liposuction (Absaugung): Die zwischen dem Drüsengewebe befindlichen Fettzellen und zu einem geringen Anteil

auch das Drüsengewebe werden gleichmäßig entfernt. Bei einem tastbaren, isolierten Tumor allerdings ist diese Methode nicht durchführbar, da dieses Gewebe manuell entfernt und anschließend unter dem Mikroskop untersucht werden muss.

Hautschnitt: Ist die zu große Brust sehr fest, weist das auf fast ausschließlich Drüsen- und wenig Fettgewebe hin. In diesem Falle wird im unteren Bereich der Brustwarze ein halbmondförmiger Schnitt gesetzt und das Drüsengewebe gleichmäßig entfernt.

Risiken

Die genauen Möglichkeiten und Risiken der Operation erfahren Sie in einem persönlichen Beratungsgespräch:

-
Wundinfektion
-
Wundheilungsstörung

-Bluterguss, Nachblutung

- Verdickte Narben

-Asymmetrie

-Dellenbildung

Verhalten nach der Operation

Sowohl nach einer erfolgten Liposuction (Absaugung) als auch nach der Entfernung des Drüsengewebes mittels Hautschnitt sollte der Patient für ca. sechs Wochen ein Kompressionshemd tragen. Sportliche Aktivitäten im Brustbereich, mit Training der Brustmuskulatur, sind in diesem Zeitraum nicht empfeh

lenswert. Bestehende Narben sollten mit einer Fettcreme gepflegt werden. Eine direkte Sonneneinstrahlung im

Narbenbereich ist für ein Jahr möglichst zu vermeiden.