Dr. med. Cherin Kistner PLASTISCHE & ÄSTHETISCHE CHIRURGIE Am Gräslein 12, 90402 Nürnberg Tel. (0911) 21 444 55 Fax (0911) 21 444 42 www.plastischechirurgie-kistner.de info@plastischechirurgie-kistner.de

Ordentliches Mitglied in der Vereinigung der deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC)

Brustverkleinerung

Eine zu große und zu schwere Brust bereitet oft Probleme. Viele betroffene Frauen haben starke Rückenschmerzen. Die BH-Träger hinterlassen regelrechte Schnürfurchen im Schulterbereich. In den Unterbrustfalten sind nach ständigem Schwitzen häufig Ekzeme zu erkennen. Sportliche Betätigungen sind nicht oder nur beschränkt möglich. Haltungsschäden, aber auch psychische Probleme sind oft die Folge. Der Wunsch nach einer operativen Brustverkleinerung, einer sogenannten Mammareduktionsplastik, ist hier nur allzu verständlich. Die Brust sollte dabei immer den Proportionen des Körpers entsprechend angepasst werden.

Operationstechniken

Um eine Brust zu verkleinern, kann auf unterschiedliche Art und Weise vorgegangen werden. Dabei muss die
Durchblutung von Brusthaut, Drüsenkörper und Brustwarze berücksichtigt werden. Entscheidend für die Patientin
ist letztendlich die spätere Form der Brust und die Länge und Lage der entstehenden Narben.
Prinzipiell werden drei Operationstechniken angewandt:

Standard-Mammareduktionsplastik
Indikation: bei extrem großer Brust oder bei älteren Patientinnen mit geringer Hautschrumpfungstendenz
Narbenbildung: Narben entlang der gesamten Unterbrustfalte, längs nach oben in Richtung Brustwarze und zirkulär
um diese herum
Hierbei werden neben dem Brustdrüsenkörper auch die Brustwarzen verkleinert und entsprechend nach oben ver-
setzt. Etwa zwei Wochen nach dem Eingriff ist ein weitgehend endgültiges Ergebnis erkennbar.

Vertikale Mammareduktionsplastik (narbensparende Technik)
Indikation: bei kleinerer (unter 400 g) bis großer Brust, bei jungen Frauen und Patientinnen mittleren Alters mit
guter Hautschrumpfungstendenz
Narbenbildung: zirkulär um die Brustwarze und längs nach unten bis in Höhe der Unterbrustfalte
Bei dieser Operationstechnik werden ebenso die Brustwarzen verkleinert und entsprechend nach oben versetzt.
Die verkleinerte Brust erscheint unmittelbar nach der Operation „überkorrigiert“. Im Verlaufe der folgenden Wo-
chen senkt sich die Brust wieder in eine „normale“ Position. Vor allem im Bereich der Unterbrustfalte muss sich ein
Überschuss an Haut zunächst zusammenziehen. Eine regelmäßige Narbenmassage ist deshalb, zumindest in den
ersten Monaten, wichtig. Ein endgültiges Ergebnis ist erst nach etwa einem Jahr zu erwarten.

Mammareduktionsplastik nach Benelli
Indikation: bei kleinerer Brust (unter 400 g) mit sehr moderater Entfernung von Drüsengewebe, deshalb seltenere
Verwendung
Narbenbildung: zirkulär um die Brustwarze
Mit dieser Technik wird eine zu große Brustwarze zwar verkleinert, aber nicht bzw. minimal nach oben versetzt.

Risiken

Vor der geplanten Operation werden Sie klar und verständlich aufgeklärt, so über das mögliche Auftreten einer:

-
Wundinfektion
-
Wundheilungsstörung

-geringen postoperativen Schmerzen

-Nachblutung

-Bluterguss

-Hautnekrose

-Durchblutungsstörung der Brustwarze

-Gefühlsstörung der Brustwarze (Überempfindlichkeit, vermindertes Gefühl)

-Asymmetrie der Brust bzw. Brustwarzen

-unbefriedigende Form

-verdickte und/oder verbreiterte Narben.

Verhalten nach der Operation

Nach der Operation sollte ein spezieller BH zur Stabilisierung der neu geformten Brust für insgesamt
drei Monate möglichst kontinuierlich getragen werden.
Eine Arbeitsfähigkeit besteht nach Abschluss der primären Wundheilung, ca. 14 Tage nach dem opera-
tiven Eingriff. Körperliche Anstrengung ist für insgesamt 6 - 12 Wochen zu vermeiden.
Eine direkte Sonneneinstrahlung sollte bis zum Abschluss der vollständigen Narbenheilung nach etwa
einem Jahr vermieden werden.